Große Hausorgel mit 10 Registern

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Gesamtansicht hier, viele weitere Bilder in der Galerie (unten)

Diese stattliche Hausorgel hat ihren Ursprung in einem Instrument der Firma Hofbauer. Seit Mitte der 1980er Jahre war die Orgel im Besitz von Ruth Kutzmann (1929-2025), einer begeisterten Orgelspielerin, die relativ spät ihre musikalischen Interessen mit einer Ausbildung am kirchenmusikalischen Institut des Bistums Mainz vertieft und im Zuge dessen auch diese Orgel erworben und ausgebaut hat, wobei ihr unter anderen Anton Dannoritzer, der damalige Orgelsachverständige des Bistums, beratend zur Seite stand.
Ein besonderes Anliegen war der vielfältig gesellschaftlich engagierten Besitzerin die musikalische Förderung von Kindern und Jugendlichen, deren Familien weder Unterricht noch Instrumente finanzieren konnten.
Dem von ihr zu diesem Zweck gegründeten Verein "Förderkreis musizierender Jugend Heppenheim e.V." wird ihrer testamentarischen Verfügung gemäß auch der Erlös aus dem Verkauf dieser Orgel zufließen.
Von der ursprünglichen Orgel sind im heutigen Instrument die fünf Register des Obermanuals sowie das 16'-Pedalregister erhalten. In den 1990er Jahren erweiterte ein befreundeter Orgelbauer das Instrument um ein weiteres Manual (Untermanual) mit drei Registern und ergänzte das Pedal durch einen teils historischen Violon 8'.
Die großen offenen Pfeifen des Violonregisters werden über Kondukten von einer Einzeltonlade aus angesprochen und sind deshalb weitgehend frei positionierbar. Sie könnten gegebenenfalls bei zu geringer Raumhöhe auch tiefer aufgestellt und/oder gekröpft werden.
Im übrigen funktionieren Ton- und Registertraktur vollumfänglich mechanisch.
Die Orgel verfügt über die üblichen Standardkoppeln und bietet damit abwechslungsreiche Registriermöglichkeiten, wovon die verfügbaren Klangbeispiele - live-Aufnahmen aus einem Hauskonzert von 2004 unter Mitwirkung der Organisten Thomas Adelberger und Anton Dannoritzer - zeugen.
Die Klangqualität der Hofbauer-Orgeln ist - davon konnte ich mich selbst am Beispiel zweier von mir vermittelter Orgeln überzeugen - ohnehin entgegen weit verbreiteter Vorurteile dem so mancher "meisterlich" erstellter Einzelstücke mehr als ebenbürtig.
Als Besonderheit ist das Trompetenregal 8' hervorzuheben - effektvoll solistisch oder zur Verstärkung des Klangfundaments einsetzbar.
Die Orgel kann bis auf weiteres nach Absprache besichtigt und probegespielt werden!


Disposition 

Untermanual C‑g'''

Bordun 8'
Gedacktflöte 4'
Zimbelquinte 1 1/3'

Pedal C‑f'

Sordun 16'
Violon 8'


Obermanual c–g'''    

Eichegedeckt 8'
Rohrflöte 4'
Principal 2'
Terz 1 3/5' (ab c')
Trompetenregal 8'



Koppeln:

II-I
I-Ped.
II-Ped.


Mechanische Spiel- und Registertraktur, Schleiflade, Einzeltonladen.
Windversorgung über separates Gebläse in schallgeschütztem Kasten, Ventola 5/80-Gebläse, ca. 15 Jahre alt.

Pedalwerk-Aufstellung: Das Pedalwerk ist hinter der Orgel frei aufgestellt. Das Register Sordun 16' steht auf einer Einzeltonlade unmittelbar hinter der Orgel.
Der Violon 8' ist mit Kondukten abgeführt, die tiefe Lage steht links neben der Orgel auf einem Sockel, die restlichen Pfeifen derzeit rechts hinter der Orgel auf Sturz an einer dort vorhandenen Querwand. Alle Pfeifen können beim Wiederaufbau flexibel positioniert werden, die längsten Pfeifen eventuell auch mit niedrigerem Sockel und/oder gekröpft bei niedrigerer verfügbarer Raumhöhe. Die Pfeifen der Erweiterung stehen derzeit frei ohne eigenes Gehäuse.

Sonstiges: Der Bordun 8' ist sehr eng mensuriert und entspricht eher einer Quintade. Die Gedacktflöte ist von C-h in Holz gedeckt und ab c' als konische offene Metallpfeife ausgeführt.

Gehäuse und Prospekt: Gehäuse in Eiche massiv bzw. furniert, das Untergestell ist als stabile Stahlrohrkonstruktion ausgeführt. Die Prospektpfeifen sind stumm, Prospektgitter in Eiche, großer Notenhalter, verschließbare mehrteilige Prospekttüren und Abdeckung/Staubschutz für die Manuale. Die Registerbeschilderung sollte ergänzt oder erneuert werden.
Pedal in Eiche massiv, doppelt geschweift. Höhenverstellbare Sitzbank in Eiche.

Maße:
Höhe ca. 230 cm, Höhe der Violonpfeifen derzeit ca. 329 cm inkl. Sockel, längste Pfeife allein ca. 260 cm. Höhe kann durch geänderte Aufstellung und/oder Kröpfung der Violonpfeifen reduziert werden.
Tiefe Hauptgehäuse ca. 100 cm; Gesamttiefe inkl. Klaviatur/Pedal ca. 175 cm. Tiefe Gehäuse mit Pedalklaviatur und Pedallade ca. 202 cm. Gesamttiefe einschließlich Violonstock vor dem Wandpfeiler ca. 260 cm (reduzierbar durch variable Violon-Aufstellung)
Breite Hauptgehäuse ca. 140 cm, Breite des Violon-Pfeifenturms ca. 55 cm.
Gebläsekasten ca. B/H/T: 60/60/60 cm, derzeit hinter dem Violon-Turm positioniert (variabel).

Bildergalerie mit vielen weiteren Aufnahmen

Klangbeispiele

Verkaufspreis VB 24.500,-- Euro
(ohne Abbau und Transferierung).

Angebot für Abbau, Transferierung, Wiederaufbau mit Stimmung und Intonation gerne auf Anfrage!

Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten!

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