Saal- oder Kirchenorgel mit 24 Registern


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Im Jahre 1966 konzipierte der Orgelbauer Paul Ott aus Göttingen diese schöne Saalorgel für die Aula der Universität seiner Wahlheimatstadt.
Die Neubauten von Paul Ott, der als einer der ersten deutschen Orgelbauer auf vorromantische Orgelbaugrundsätze schwörte, sind - im Gegensatz zu seinen teils leichtfertig rigorosen Restaurierungen - anerkannt hervorragende Werke des deutschen Nachkriegsorgelbaus. Paul Ott schuf sowohl große Kirchenorgeln wie z.B. in der Kreuzkirche in Bonn, als auch Kleinorgeln und Saalorgeln wie die inzwischen im schwäbischen Oxenbronn etablierte Orgel der Voigtschule Göttingen.
Am Bau der hier wegen der bevorstehenden Umnutzung des Raumes angebotenen Orgel war sicherlich bereits sein Sohn Dieter beteiligt, mit dessen Tod 2010 die Ära der Werkstatt leider endete.
Die Orgel weist mit ihren 24 Registern auf zwei Manualen und Pedal eine beachtliche Klangfülle auf, wie die Hörproben beweisen. Das zweite Manual ist als Schwellwerk ausgeführt, was die Klangvariations­möglichkeiten noch erweitert.
Die Orgel ist – wie für Paul Ott üblich – in allen Teilen sehr solide und dauerhaft gefertigt und kann deshalb ohne Probleme an einen neuen Standort transferiert werden. Es versteht sich von selbst, dass dabei Reinigung und erhaltende Überarbeitung des Instruments mit Ersatz von Verschleißteilen einzukalkulieren sind. Nennenswerte Schäden sind nicht feststellbar, lediglich die größeren Prospektpfeifen des Pedals (fehlende Pfeifen auf einigen Bildern der Galerie) müssen neue Pfeifenfüße erhalten – hier war die ursprüngliche Ausführung für das Material (Zinn) wohl zu schwach dimensioniert.
Die Orgel ist ab sofort verfügbar und kann jederzeit nach Absprache besichtigt und probegespielt werden.


Disposition                    

Hauptwerk/ Untermanual C‑g3     

Quintade 16' Kupfer
Prinzipal 8' (Prospekt) Zinn
Hohlflöte 8' Zinn
Oktave 4' Zinn
Spillflöte 4' Zinn
Mixtur 4-6f Zinn
Nasat 2-2/3' Zinn
Gemshorn 2' Zinn
Trompete 8' Holzstiefel und -köpfe, Zinnbecher



Schwellwerk/ Obermanual C‑g3     

Holzgedackt 8' Kiefer
Rohrflöte 4' Zinn
Principal 2' Zinn
Zimbel 2f. Zinn
Terz 1-3/5' Zinn
Quinte 1-1/3' Zinn
Krummhorn 8' Holzköpfe im Block, Zinnbecher

Tremulant



Pedal C‑f

Subbass 16' Kiefer
Oktave 8' Zinn (Prospekt)
Gedackt 8' Zinn
Oktave 4' Zinn
Rauschpfeife 2f. Zinn
Mixtur 4f. Zinn
Trompete 4' (wie Trompete 8')
Posaune 16' (wie Trompete 8')


Normalkoppeln II‑I, I‑P, II‑P (Fußtritte),
Tremulant auf das Schwellwerk wirkend.

Schleifladen aus Eiche/Sperrholz mit Ausgleichsbälgen, Schleifen aus Pertinax; mechanische Ton- und Registertraktur.
Gebläse und Balganlage im Gehäuse integriert.
Gehäuse mit massivem Stahl- und Holztragwerk, Eiche massiv bzw. furniert, Spielschrank Nussbaum.
Doppelt geschweiftes Parallel-Pedal aus Eiche.
Passende Sitzbank.

Maße: Höhe ca. 575 cm, Breite ca. 465 cm, Tiefe ca. 155 cm zzgl. Pedaltastatur und Bank.
Beim Wiederaufbau ist ein etwas größerer Wandabstand für Wartungszwecke zu empfehlen.




Bildergalerie
mit vielen weiteren Bildern

Klangproben
mit vielen verschiedenen Aufnahmen


Verkaufspreis VB 49.500,-- Euro
(ohne Abbau und Transport).

Angebot für Abbau, Transferierung, Wiederaufbau mit
Stimmung und Intonation gerne auf Anfrage!

Irrtum und Zwischenverkauf vorbehalten!

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